Für heute war wieder so ein schöner Tag vorhergesagt, wie gestern. Vormittags zog noch die letzte Regenfront durch, die hing im Osten auch noch am längsten. Danach sollte es schön und windig werden.
😛 War es ! 🙂

Marco kam mit zum Segeln. Wir trafen uns an der Autobahnraststätte Winterthur. Im Hafen erwartete uns der abgedeckte Dino mit dem neuen Mast. Gemeinsam machten wir beide Segel parat und verlegten die Fallen und Seile auf dem Deck neu so, dass sie reibungsfrei liefen. Insbesondere das Fockfall musste neu umgelenkt werden über eine eigene Rolle am Mast, so dass das Fall jetzt einmal mehr umgelenkt wird und immer in der Curry-Klemme stecken bleibt.
Dann machten wir uns auf in den Wind. Schon in der Hafeneinfahrt sahen wir Wind, der kam aber sehr böig von hinten. Erst etwas weiter draussen kam richtiger Wind auf, was uns aber auch die Gelegenheit zum Segelsetzen vereinfachte.
Kaum hatten wir beide Segel im Wind zog der Dino ab auf 4 Knoten und kurz darauf sogar auf 6. Geschwindigkeiten zwischen 5 und 6.5 Knoten waren heute die Regel. Wir flitzen mit halbem Wind über den See, Marco genoss das Steuern und wir beide das schöne Wetter und die Geschwindigkeit. Die Wellen waren nur mässig, nicht störend, unbeirrt schnitt der Rumpf hindurch.
Der Wind drehte immer wieder leicht, meisst kam er von SüdWest. Irgendwann übernahm Michael dann die Pinne.
Nachdem wir alle Segel vernünftig getrimmt hatten und so das beste aus dem Boot rauskitzeln konnten, schnallte sich Marco ein Sitzkissen um den Po, legte das Spifall darum, band sich fest, stieg in Luv auf die Hohe Kante und perfektionierte die Trimmung im selbstgebastelten Trapez!
Juhu! Immer mit vmax schnitten wir bei perfekten Verhältnissen durch die Wellen. Die Geschwindigkeit hatte niemals eine 4 vor dem Komma! Perfektion!
Leider gelang mir kein Foto von Marco, weil das iPhone in der Tasche verpackt war, aber das holen wir bei nächster Gelegenheit nach.
Auf der Rückfahrt vor dem Hafen beschloss Marco schwimmen zu gehen. Band sich ein Seil hinten an die Belegklemme, sprang hinein und liess sich mit 4 – 5 Knoten hinter dem Boot herziehen. Gut ist er ein solch guter und kräftiger Schwimmer. Er schaffte es sogar, sich längs am Boot her zu ziehen.
Irgendwann war aber auch für diesen menschlichen Schleppanker genug und er zog sich wieder an Bord.
Nach wenige Minuten bemerkten wir die dunkle Wolke aus der Richtung des Windes kommen. Für uns ein Zeichen, dass es Zeit war, wieder in den Hafen einzulaufen. Wer weiss, was da noch kommt.