Für diesen Sonntag sagte der Wetterbericht seit langem mal wieder Wind an. Und wir hatten Sehnsucht nach dem Boot.
Alle 4 konnten sich überwinden, beendeten ihre Aufgaben am Vormittag und um 14 Uhr fuhren wir los in Richtung Hörnlibuck.
Es war mit 27 Grad unglaublich warm. Am Boot angekommen machten wir es mit vereinten Kräften startklar und konnten auch bald ablegen. Mit einem Wasserstand von 3.01 m konnten wir die Festmacherseile nicht über die Haaken an den Pfählen hängen, sondern mussten sie um die Zwischenleinen legen.
Lena steuerte uns aus dem Hafen und wir waren bald auf dem See. Eine leichte Briese empfing uns und wir setzten sofort die Segel. Die Fock war zu feste aufgerollt, so dass Anna noch einmal per Hand nachhelfen musste.
Mit 3 Knoten segelten wir gemütlich auf den See hinaus.
Bald kamen wir auf die Idee, doch einletztes Mal dieses Jahr noch Schwimmen zu gehen. Das Wasser war etwas mehr als 20 Grad warm und Anna und Lena sprangen zuerst hinein. Das laute Juchtzen motivierte zuerst auch Michael und dann ebenfalls Elke. Wir trieben schon länger ohne Wind auf der Stelle und genossen das Bad in der Sonne.
Toll war es!

Und so war es dann auch. Kaum waren wir abgetrocknet und wieder angezogen nahm der Wind – wie aus dem Nichts – zu und der Dino beschleunigte. Nach ein paar Hundert Metern wendete Elke und hielt Kurs auf den Hafen. Der auffrischende Wind mit 4-5 bft trieb uns sehr bald mit Höchstgeschwindigkeit vor uns her.
Michael trimmte die Segel und das Rigg auf Starkwind, damit wir nicht zu viel Schräglage bekamen.
Mit halben Wind rauschten wir über die Wellen wieder zurück. Eben hatten wir noch in der Flaute gebadet, jetzt schon lief der Dino mit maximaler Geschwindigkeit, sogar deutlich über der Rumpfgeschwindigkeit über den See. Zeitweise zeigte der SpeedPuck eine Geschwindigkeit von 7.3 bis 7.5 Knoten an.
Wir waren froh, dass wir vor dem Hafen die Fock gut bergen konnten und rauschten mit halben Wind in die Hafeneinfahrt. Dort bargen wir auch das Gross in den Niedergang und den Rest erledigte der Torqueedo.
Ein kurzer, wenn auch wunderschöner Segelnachmittag mit allen 4 Heinens auf dem Boot.
Der obligatorische Döner in Altenrhein bei herrlichen 27 Grad im Schatten rundete diesen perfekten Nachmittag ab.