Schönes Wetter und nicht mehr so heisse Temperaturen lockten heute am Sonntag aufs Boot. Zunächst machten wir (Elke & Michael) eine kleine Velotour. Anschliessend wurde Lena nach dem Frühstück zum Grümpi gebracht und dann machten sich Elke und Michael auf in Richtung Boot.
Es stand die Montage des Windex an. Also: Baum ab und ins Boot legen. Vorsegel bergen. Dann die Fockschot ans Grossfall knoten und das Vorstag auf dem Boot lösen. Anschliessend konnte Elke vom Ufer aus den Mast langsam in Michaels starke Arme senken. Zum Glück legten gerade die netten Damen vom Nachbarsteg ab und Michael durfte von ihrem Boot eben schnell den Windex oben in die Halterung einschrauben. Dazu brauchte es einen Schlitz-Schraubendreher.
Dann half uns ein „Passant“ den Mast wieder hoch zu ziehen. Das Achterstag hatte sich um den Motor gewickelt, also noch mal runter, und dann war wieder alles parat. Vorstag einhängen, Vorsegel hoch ziehen. Den Baum wieder montieren und die Schraube sichern mit einem Schlüsselring als Splint. Alle Fallen und Schoten klarieren.
Und dann waren wir parat zum Auslaufen.
Wie schön leise der Torqueedo uns aus dem Hafen schiebt.
Draussen erwartete uns 1-2 Bft und bald segelten wir mit 4.5 Knoten in Richtung Norden. Der Wind war schwach und etwas unregemässig, aber meisst reichte es für 3 Knoten.
Das Wetter war wunderbar, der Stern brannte zwar, aber es war gerade noch zum Aushalten. Elke nutze die Zeit für ein Nickerchen und auch Michael fing an zu dösen.
Gut zu sehen war, dass wir bei diesen Wetterverhältnissen leicht schneller waren, als anderen grössere Dickschiffe auf dem See.
Dann hatten wir genug und haben gewendet. Mit halbem Wind ging es wieder zurück in Richtung Hörnlibuck.
Wir beschlossen, uns abzukühlen und Elke machte einen Beilieger.
Michael montierte die Badeleidter, war aber zu feige, wirklich ins kalte Wasser zu tauchen. Es blieb dabei, die Badehosen einmal zu benetzen.
Elke hingegen war gewohnt tapfer und schwamm einige Minuten hinter dem Boot her.
Leider war der Wind nicht stark genug, um mehr als 1 Knoten zu ziehen, mit diesem Schleppanker.
Dann kamen die letzten Wartungsarbeiten zum Zuge: Michael montierte die Reffleine in das Gross. Nach kurzem Überlegen lief sie dann auch richtig durch alle Umlenkrollen bis in die Curry-Klemme. Zum Schluss montierte Michael dann noch den Baumniederholer. Jetzt ist wirklich alles parat für die kommenden Segeltouren.
Nach diesem schönen Segel- und aber auch Arbeitstag freuen wir uns drauf!!!