Diese Woche herrschte wunderbares Frühlingswetter. Ausserdem musste Elke den Hänger mit der Erfinderbox zurück nach Rorschach transportieren. Deshalb haben wir uns überlegt, den Einwassertermin auf diesen Freitag zu legen.
Bevor der Dino jedoch wieder ins Wasser eintauchen durfte, musste das Unterwasserschiff komplett gereinigt und mit Antifouling versehen werden. Ausserm musste der Rest vom Rumpf aufpoliert werden, um die Wasserflecken vom letzten Jahr zu beseitigen.
Ein Tag Urlaub war also fällig. Bei wunderschönem Frühlingswetter bin ich zuerst nach Zürich gefahren, um VC 17m bei AWN zu kaufen, weil Compass nicht schnell genug liefern konnte.
Um 12 Uhr war ich am Boot. Der Steiner hatte den Trailer mit dem Boot schon im Hafen abgestellt. Nach einer kurzen Begrüssungsrunde mit dem Fotoapparat macht ich mich zugleich ans Reinigen. Der grüne Streifen zwischen Unterwasserschiff und Rumpf war ziemlich dreckig. Mit Aceton war dort nicht viel auszurichten. Aber mit dem Reiniungsmittel für das Gelcoat von Compass und ein wenig Druck ging dieser Dreck doch recht gut ab. Ebenso einige Flecken am Rumpf. Dann bin ich umgestiegen auf die Politur vom Steiner und auch auf die Rubber-Politur. Normales Polieren geht mit dem Wachs von Steiner relativ gut, hartnäckige Flecken schaffte dann die Rubber Politur besser.
Die Sonne strahlte unbarmherzig, aber es war dennoch sehr angenehm, draussen in der Sonne zu arbeiten.
Nun habe ich das komplette Unterwasserschiff mit einem Aceton-Lappen abgerieben, damit das Antifouling besser hält. Anschliessend habe ich den Rest vom alten Antifouling durchgeschüttelt und die neue Dose angemischt. Kaum war ich damit fertig, kamen um 2 Uhr Elke und Anna angefahren. Sie machten sich sogleich an das Abkleben und das Aufrollen des Antifoulings. Zeit beim Döner vorbei zu fahren und für uns alle 3 eine Stärkung zu besorgen.
Um 1 Uhr war das Unterwasserschiff weitgehend fertig gestrichen und wird genossen unsere warme Mahlzeit auf der Bank.
Jetzt mit der kurzen Leiter rauf aufs Schiff, alles öffnen. Oh Glück, es war alles in Ordnung, trocken und gut durchlüftet. Doch ein Frühjahrsputz schadet bestimmt nicht.
Den Stropp zum Aufhängen kam an die richtig Stelle und dann haben wir den Trailer mit samt dem Boot unter den Kran geschoben. Andreas Bärlocher begrüsste uns sehr freundlich und wir machten und daran, den Dino an den Hafenkran zu hängen.

In der Zwischenzeit drängelte sich ein grosses deutsches Sportboot an den Anleger, um seine Wasservorräte aufzufüllen. Das gab uns genügend Zeit die unbehandelten Aufliegerflecken vom Unterwasserschiff zu streichen, während der Dino am Kran hing. Bald war auch dies geschafft, der Anleger unter dem Kran frei und wir konnte den Dino übers Wasser schwenken und ablassen. Es ist immer wieder ein majestätischer Moment, unterhalb dem Segelboot auf dem Steg zu stehen und dieses schöne Schiff gegen den Himmel hin zu betrachten.
Schon gleich schwamm der Dino wieder im See – war da ein leichtes Schütteln „ach ist das noch kalt“ zu erkennen?
Gemeinsam machten wir uns ans aufrichten vom Mast mit Hilfe des Takelkrans. Weil Iwan beim Auswassern alle Wanten einfach dran gelassen hatte, so wie wir das auch immer machen, brauchte es beim Einfädeln des Mastes auf dem Deck einen zweiten Anlauf bis der Mastfuss im Mastfussplatte stand und die Masstfussschraube montiert war.
Kaum stand der Mast, sammelte Anna das Seil ein und Michael montierte den Motor. Anschliessend haben Elke und Michael bezahlt und uns verabschiedet, als Anna auch schon aus dem Hafen fuhr. Die fast 18-jährige Frau freute sich auf ihre erste Fahrt alleine von Staad in den Hafen Hörnlibuck. Und der Vater schaut winkend zu. 🙂
Nach dem wir den Trailer zur Seite gesetzt hatten sind wir dann mit den Autos auch rüber in den Hafen Hörnlibuck gefahren, wo wir Anna beim Anlegen zuschauen konnten. Sie hatte erst aus Versehen die falsche Box angepeilt, musste also beim Einparken noch etwas mit den Armen drücken und schieben. Aber es war eine Freue ihr dabei zu zu schauen und es bliebt genügend Zeit, Fotos zu machen.
Nun mussten die Seile an den Pfosten angemacht werden, Anna knotete die Festmacherleinen an den Steg, Michael demontierte den Motor und fixierte die Fender auf der richtigen Länge. Michi informierte uns, dass wir noch kein Wasser im Hafen hatten, so machte eine weitere Reinigung des Bootes mit dem Hochdruckreiniger gar keinen Sinn. Elke transportierte fleissig alle Segel und sonstigen Dinge aus dem Auto aufs Boot und wir beschlossen, den Tag zu beenden, den Dino abzuschliessen und nach Hause zu fahren.
Nur die Spring haben wir vergessen.