Wir hatten den Wind gut beobachtet. Am vergangenen Wochenende war zwar Wind angesagt, aber entweder blieb der gemäss Webcam weitgehend aus oder es waren regelrechte Unwetter. Unser Fazit war: Leider dieses Wochenende kein Segeln.
Um so mehr haben wir uns gefreut, dass für den Montag eine Biesenlage angesagt war mit einem moderaten Windmaxium um 17 Uhr.
Pünktlich um 15:30 waren Lena, Anna und Michael parat und fuhren Richtung Staad.

Im Hafen Hörnlibuck fanden wir beste Bedingungen vor, allerdings mit einem Höchstwasserstand im Hafen, wie wir ihn selten gesehen hatten. Unseren Steg konnten wir fast ebenerdig begehen.

Schnell war die Persenning vom Boot abgenommen, wobei wir alle 3 heftig mit den Spinnen zu kämpfen hatten. Ein gutes Zeichen, dass unsere Boot doch relativ trocken ist.
Wir checkten alle Räumen auf allfälligen Wassereinbruch während der letzten Starkregenphasen, konnten aber Entwarnung geben.
Bald waren wir parat zum Auslaufen.
Das klappte nicht ganz so wie gewünscht. Der Wind blies uns „immer wieder in die Box“, bis wir uns dann letztendlich einmal richtig abgestossen hatten und das Ruderblatt die gewünschte Wirkung zeigt. Rückwärts mit dem Torqueedo ist eben nicht sehr gut möglich. Es zieht einen dann irgendwo hin und wenn der Wind dann noch den Bug wegdrückt, ist kaum Gegenwehr möglich.
Draussen auf dem See erwartete und deutliche Welle aber sonst perfekte Bedingungen.
Erstaunt waren wir wie hoch das Wasser stand. Die Hafenmauer Staad schaute kaum noch aus dem Wasser.

Lena steuerte das Boot aus dem Hafen und draussen setzten Anna und Michael die Segel. Und Hui, schon ging es ab.
Wir hatten den Motor kaum ausgemacht und rauf geholt, als die Bootsgeschwindigkeit auch schon die 5 Knoten-Marke überschritt.
Und einige Minuten später segelten wir konstant zwischen 5 und 6.5 Knoten, im Maxium auch mal 7 Knoten in Richtung Norden.
